[Sachbuch] Drei Seiten für ein Exposé – Hans Peter Roentgen Freitag, Jan 21 2011 

  • Broschiert: 200 Seiten
  • Verlag: Sieben Verlag; Auflage: 1. (21. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940235903
  • ISBN-13: 978-3940235909

Wer kein Exposé schreiben kann, soll sich nicht an einem Roman versuchen.

So oder so ähnlich habe ich schon diverse Sprüche von RezensentInnen gelesen, die der Meinung waren, sich entsprechend negativ über die Wünsche zu äußern, dass man doch gerne mal ein Exposé lesen möchte. Vor allem, wie soll es aufgebaut sein, was soll es beinhalten und so weiter.

Hans Peter Roentgen war so freundlich und hat ein Buch zu genau diesem Thema geschrieben. Denn viele können einen tollen Roman schreiben, wissen aber nichts über die Formalia eines Exposés. Da könnte man auch sagen, nur weil ich keine Bewerbungen schreiben kann, kann ich auch nicht arbeiten. Natürlich völliger Blödsinn.

Der Autor stellt einige Exposés vor und erklärt danach was man hätte besser machen können und auch, was gut war (er mosert gerne, was er auch zugibt, lobt aber auch da, wo ein Lob angebracht ist). Desweiteren gibt er Übungen, wie man selber ein Exposé schreiben kann. Weiter stellt er eine Liste zusammen, wie eine komplette Mappe für eine Agentur oder ein Verlag aussehen kann/sollte. Hat einigen Agenturen eine Frageliste zukommen lassen, worauf es bei ihnen ankommt und hat einige Erstexposés von AutorInnen vorgestellt, welche danach ihr Erstlingswerk dadurch veröffentlichen konnten (wo er natürlich auch Beispiele abgegeben hat, was man hätte besser machen können, der Autor ist in dieser Hinsicht unverbesserlich, wozu er auch steht ^^).

Alles in allem ist das Buch sehr empfehlenswert. Denn es erklärt nicht nur, so schreibst du ein Exposé, welche die Agentur oder den Verlag umhauen kann (nicht muss). Sondern er gibt auch Ratschläge, wie man mit Hilfe des Exposés auch den Plot er- bzw. überarbeiten kann.

Es gab jedoch einige Schlampigkeitsfehler im Buch, welche den Genuss, leicht geschmählert haben: Wortwiederholungen (auf der einen Seite ein Wort und auf der nächsten Seite das gleiche Wort noch einmal), Falsche Formatierung der Überschriften (die Überschrift am Ende einer Seite und auf der nächsten Seite geht es mit dem Text los) oder auch leicht falscher Satzbau (ein kompletter Satz wurde geschrieben, ein Link eingefügt und dann ein Wort hintenangeschoben, der im fertigen Satz enthalten sind). Und das waren die größten Auffälligkeiten.

Ansonsten kann ich das Buch nur empfehlen. Es ist gut zu lesen, gibt wertvolle Tips und Übungen und vor allem, es ist auch mit dem kleinen Geldbeutel bezahlbar. Her mit weiteren solchen Büchern (und ich habe hier schon das Buch „Vier Seiten für ein Halleluja vom Autor).

Dämonen über Luxemburg von Charlotte Engmann Sonntag, Nov 14 2010 

  • Broschiert: 168 Seiten
  • Verlag: Dead Soft Verlag; Auflage: 1 (28. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3934442544
  • ISBN-13: 978-3934442542
  • Das Buch auf der Verlagsseite

Kurze Inhaltsangabe:

In der Zukunft hat sich das Tor zur Hölle geöffnet und die Dämonen haben nichts besseres zu tun, als die Erde zu tyrannisieren und sie zu unterwerfen. Und die Menschen haben nichts besseres zu tun, als sich das nicht bieten zu lassen und Widerstand zu leisten. Unter anderem gibt es einen Radiosender, welcher den Menschen Hoffnung geben soll.

Dieser Sender ist aber auf entsprechendes Material angewiesen und so bittet die Herrin von Köln, Richmodis, den Vampir Corbeau und Tankred sich darum zu kümmern.

Man kann sich vorstellen, dass das nicht die ganze Geschichte sein kann und so ergeben sich entsprechende Probleme und unsere beiden Helden sind mit gezwungen mit Jazz, einem Helfer des Radiosenders, nach Luxemburg zu reisen um zwei Hauptamtliche Mitarbeiter aus den Klauen des Feindes zu retten.

Die Personen

Corbeau: Der Vampir der Geschichte. Er hat mit der Herrin von Köln eine besondere Beziehung, da er ein enger Vertrauter ihres Sohnes war. Wie jeder Vampir ist er auf Blut angewiesen und nutzt aktuell den Kühlvorrat. Er hat eine besondere Beziehung zu den Dämonen, bedauerlicherweise nutzt die Autorin diese Möglichkeit nicht vollständig aus.

Tankred: Im Grunde genommen Corbeaus Gegenspieler mit besonderen Kräften und einem düsteren Geheimnis (wobei so düster finde ich das Geheimnis nicht, ich habe mir das mal vom Klappentext geklaut). Er scheint seht wütend zu sein, aber auch hier hätte man sehr viel machen können. Ansonsten zeichnet er sich durch hohe Körperkraft und seine Kampftechnik aus.

Jazz: Der dritte Mann im Bunde, der unbedingt nach Luxemburg will, als er hörte, dass Schatzi von der Protektorin Soleil gefangen genommen wurde. Irgendwie hätte ich gut und gerne auf den Verzichten können, dass Problem, die Geschichte nicht.

Soleil, Lynette und Estelle: Drei Damen, die eher ein schönes und düsterer Geheimnis haben.

Pir: Die Stimme des Radiosenders und der Grund, warum Corbeau und Tankred mit Jazz nach Luxemburg reisen.

Martin: Pirs Partner und genau das, was man erwartet, zu vorhersehbar.

Der Bechdel Test:

  1. Spielen zwei oder mehr Frauen mit? Ja! Richmodis, Soleil, Lynette und Estelle.
  2. Reden sie miteinander? Teils teils! Richmodis redet im Buch mit keiner Frau, Soleil auch nicht, dafür Lynette und Estelle. Also bestanden.
  3. Reden sie über etwas anderes als Männer? Lynette und Estelle reden über sich, über die Vergangenheit und über Soleil (unter anderem), also Ja!

Meine Bewertung:

Das Buch könnte mehr, definitiv mehr. Die Geschichte ist an sich in Ordnung, mal etwas anderes. Warum immer die Dämonen zur Hölle schicken, hier geht es um etwas kleines, was den Menschen Hoffnung geben kann, es geht um einen Radiosender. Habe ich bisher so noch nie gelesen und dafür gibt es einen satten Pluspunkt. Aber es hapert doch an einigen Stellen.

So hätte Frau Engmann definitiv mit den Charakteren herumspielen können wie der Teufel auf seinen Knochenklavier (hüstel ^^). Da wäre so vieles herauszuholen gewesen. Tankred hätte viel wütender werden können, sein Glaube hätte noch besser eingebaut werden können, Corbeau viel zwielichtiger und geheimnisvoller und Jazz irgendwie sinnvoller (das Problem bei dem ist wirklich, den kann man nicht weglassen, da sonst die Geschichte wegbrechen würde, aber irgendwie kann ich mit der Figur nichts anfangen).

So stellt er Pir als seinen Ex vor (wer macht das schon), leidet ein wenig unverständlich unter dessen Ableben und hat noch nicht einmal Gewissensbisse, als Martin zu Unrecht des Verrates verdächtig wird (nun gut, so ganz zu Unrecht war das nicht, aber die Gesamtumstände berücksichtige ich mal bei dieser Aussage).

Die Rolle von Martin und sein erster direkter Auftritt sind vorhersehbar wie ein Film, den man zweimal gesehen hat.

Und doch schafft die Autorin etwas, was ich bewundere: Ich habe das Buch an einem ruhigen Tag gelesen … und konnte es kaum weglegen. Trotz der Schwäche, die es gerade bei den Charakteren gibt, ist das Buch über kurz oder lang unglaublich spannend. Bei den Kämpfen gehen unsere Helden nicht immer als die strahlenden Sieger hervor (hatte ich bei einem sogenannten Bestseller ziemlich übel in Erinnerung). Sie haben ihre Stärken und ihre Schwächen.

Auch die Geschichte ist mal etwas anderes und mal etwas neues. Es steht eben nicht die Weltrettung auf dem Plan, sondern die Rettung der Hoffnung.

Shadowrun lässt grüßen

Als ich den ersten Kapitel las, kam mir unweigerlich der Gedanke, na hoppla, da hat sich wer bei Shadowrun bedient, nicht viel, aber zumindest bei der Grundidee (gut, ich habe nur zwei, drei Geschichte und einen halben Roman gelesen, doch im groben weiß ich, worum es sich dabei dreht). Zwei Typen mit einer Mischung aus Handwaffen (Schwerter) und Feuerwaffen (Knarren) fahren mit Autos, Motorrädern und sonstigen über die Straße und machen ihre Gegner platt.

oder etwa doch nicht?

Dieser Gedanke verflog komischerweise (und ich betone es gerne, komischerweise) schon nach dem ersten Kapitel und meldete sich dann erst zwei oder drei Tage wieder, nachdem ich den Roman ausgelesen habe. Und ich muss sagen, soooo viel Ähnlichkeiten zum Shadworununiversum hat es doch nicht. Am Anfang kann es schon sein, dass man gewisse Ähnlichkeiten sieht, aber das ist vernachlässigbar.

Mein Fazit:

Da ich den Roman mit dem Auge einer Rezensentin lesen durfte (und auch sollte), sprangen mir regelrecht die eine oder andere Schwäche ins Auge. Und ich finde es schade, dass Frau Engmann das Potential, dass die Figuren und die Geschichte sich ihr bot nicht vollständig ausnutzte. Auch wenn es einen zweiten Roman geben würde (und bei diesem Ende ist sie schon fast verpflichtet eines zu schreiben), so kann man aus meiner Sicht diese verpassten Gelegenheiten nicht mehr so kitten.

Davon sollte man sich aber nicht abhalten das Buch zu lesen und einfach richtig Spaß zu haben. Wer mit dem einen oder anderen kritischen Auge das Buch liest, klar, da werden ihr oder ihm sicherlich diese Dinge auffallen. Aber wer eine Abenteuergeschichte mit doch sehr sympathischen Helden und einem Touch schwuler Liebesgeschichte (mehr ist hier in der Tat nicht zu finden, Flirten ja, Liebe und Sex definitiv nein), ist hier richtig.

Die Geschichte hat Charme und macht Spaß und für einen schönen Samstagnachmittag mit einigen netten Abendstunden ist das Buch geeignet.

Alles in allem vergebe ich dem Buch positive *** Sterne :o)

Linksammlung:

 

Anmerkung: Ich bedanke mich bei der Autorin für die Zusendung des Rezensionsexemplares.

Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry Sonntag, Jul 18 2010 

  • Broschiert: 128 Seiten
  • Verlag: Rauch
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3792000504
  • ISBN-13: 978-3792000502

Link beim Bücherplausch.

Der kleine Prinz (im Original: Le Petit Prince) ist von dem Autor Antoine de Saint-Exupéry und ich glaube, zumindest vom Titel her dürfte dieser so gut wie allen zumindest ein Begriff sein. Zwar wird es offiziell als Kinderbuch eingeordnet, aber auch als Erwachsene konnte ich damit sehr viel anfangen.

Zum Inhalt: Der Ich-Erzähler beginnt mit einer Episode aus seiner Kindheit, wo er versuchte eine Schlange mit einem Elefanten zu zeichnen und alle schlichtweg falsch bezeichneten. Dadurch gab der Erzähler im jungen Alter von sechs Jahren schon auf sich weiter künstlerisch zu betätigen und gab sich eben der „normalen“ Welt hin. Diese Episode ist insofern wichtig, da der Ich-Erzähler im weiteren Verlauf seine wenig ausgeprägten Zeichnerischen Fähigkeiten nutzen und zeichnen soll.

Denn als dieser in der Wüste abstürzte und nur noch Wasser für acht Tage hat, machte er sich daran sein Flugzeug zu reparieren, wird aber von einem kleinen Jungen, eben dem Prinzen dabei gestört, der ihn bittet ihm ein Schaf zu zeichnen, damit er es auf seinen Heimatplaneten mitnehmen kann.

Das ist der Auftakt zu einer Reise durch das All, hinüber zu den verschiedensten Menschen bis in den eigenen Seelenbrunnen. Denn während der Ich-Erzähler versucht etwas über den kleinen Prinzen zu erfahren, erfährt er mehr über sich und die anderen Menschen und am Ende auch alles über den kleinen Prinzen, woher er kommt und warum er seinen Planeten verlassen hat.

Am Ende verlässt er den Ich-Erzähler und kehrt nach Hause zurück.

Der Bechdal Test:

  • Spielen mindestens zwei Frauen mit?: Wenn wir von der Blume auf dem Heimatplaneten ausgehen und von der sprechenden Schlagen, die man frecherweise als weiblich einstufen könnte, kann man sagen Ja. Ansonten nein!
  • Reden sie miteinander?: Definitiv Nein. Die Blume ist auf dem Planeten des kleinen Prinzen und die Schlange auf der Erde. Dementsprechend treffen sie sich nicht ein einziges Mal.
  • Reden Sie über etwas anderes als über Männer?: Die Blume spricht in erster Linie über sich und die Schlange mit dem Prinzen. In dem Sinne kann man sagen, sie reden über etwas anderes als über Männer.

Meine Meinung:

Ich hatte schon öfters von dem kleinen Prinzen gehört und immer wieder mitbekommen, dass manche ihn auch schon leicht philosophisch betrachten. Daher habe ich schon seit längerem beschlossen mit das kleine Büchlein zu besorgen und es zu lesen.

Da es sehr dünn und mit vielen Zeichnungen des Autors gespickt sind, ist es leicht und schnell zu lesen. An einem Abend kann man es sich schon mit dem Buch gemütlich machen. Aber in meinen Augen ist es mit einem einmaligen Lesen definitiv nicht getan. Letztendlich wird hier nicht nur eine Geschichte von einem abgestürzten Piloten und einem reisenden kleinen Prinzen erzählt, hier werden die Menschen, die uns tagtäglich begegnen genauer unter die Lupe genommen.

So trifft der kleine Prinz auf einen König, einem Geschäftsmann, einem Trinker, einen Laternenanzünder und einen Eitlen und entlarvt im Grunde genommen viele Menschentypen. Und ich habe sogar das Gefühl, dass, lässt man sich auf den kleinen Prinzen ein, dass man sogar etwas in sich entdeckt, was die Großen in uns verschütt gehen ließen.

Alles in allem kann ich dieses Buch nur empfehlen und ich denke mal, es wird auf meiner jährlichen Leseliste stehen.

Die Elefanten-Anthologie: Band 2 der Gedankensaat-Reihe von Carolin M. Hafen, Dominique J. Midedji, Edith Huber Samstag, Jan 23 2010 

  • Broschiert: 108 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (14. Dezember 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839124433
  • ISBN-13: 978-3839124437

Vorbemerkung: Ich habe ein Exemplar der Elefanten-Anthologie als Rezensionsexemplar erhalten. Daher ist es mir möglich, so kurz nach dem erscheinen diese Rezension zu schreiben. Jedoch betone ich hiermit, es handelt sich nicht um eine Gefälligkeitsrezension sondern um einer ernsthafte Betrachtung eines Lieb-Hab-Projektes. Da die HerausgeberInnen alles selber organisieren und umsetzen ist das hier auch ein wenig Werbung. Und wenn es gut ist, kann es auch gut bewertet werden.

Optik und Qualität des Buches: Die Elefanten-Anthologie ist das erste BoD Buch, was ich so bewusst in den Händen halte (ich habe einige andere Bücher gekauft, die ebenfalls BoD gedruckt sind, mir aber erst Monate später aufgefallen ist). Und da ich selber überlege Werke über BoD zu veröffentlichen, habe ich mir die Qualität natürlich genauer angesehen. Und ich bin positiv beeindruckt.

Der Umschlag ist glatt und griffig (ich beschreibe das jetzt mal so). Auch die Bindung ist sehr gut. Von professionellen Verlagen (ich sage das jetzt mal so) ist es mir schon passiert, dass mich die Seiten scheinbar so lieb hatten, dass sie mir entgegen gesprungen sind. Hier ist es nicht so. Wer sich also um die Qualität des Druckes Sorgen macht, die und dem kann ich beruhigen, nicht in diesem Fall.

Das Layout: Während BoD für die Qualität des Buches verantwortlich ist, ist die Gedankensaat-Reihe für das Layout verantwortlich.

Das Cover ist sehr gut geworden. Ein Elefant ziert das Cover und es ist in den sanften Farben grün-blau gehalten. Als ich jedoch die Rückseite sah, mich traf gelinde gesagt ein wenig der Schock. Der Klappentext ist in blauer Schrift auf grünem Hintergrund aufgetragen und die Namen der AutorInnen in grüner Schrift auf blauen Hintergrund. Während ich die Namen noch gut lesen kann, hat es beim Klappentext länger gebraucht, bis ich erkennen konnte, was man von mir wollte. Zumal meine Augen nicht mehr die Besten sind. Da hätte man sich vielleicht doch etwas anderes einfallen lassen können, denn ich denke nicht, dass es eine gute Eigenwerbung ist, sollte jemals die Antho in einem Buchladen landen.

Die Werbung des Anbieters „BoD“ mag manche erschrecken. In meinen Augen ist sie dezent genug neben dem Preisschild (oder wie der Strichcode richtig heißt), dass man es getrost ignorieren kann.

Der Inhalt: Natürlich kommt es letztendlich nicht auf das Einband an, sondern auf den Inhalt. Und das kommt jetzt dran.

Auf der allerersten Seite finden wir ein kurzes und süßes Gedicht. Jedoch kein Name wer es geschrieben hat. Auf Seite 4 ein Vorwort des Teams der Gedankensaat-Reihe. Hier wird den LeserInnen erklärt, was sie auf den nächsten Seiten erwartet. Und vor allem, für wen die Anthologie eigentlich gedacht ist: Für die Kinder!

Nach dem Inhaltsverzeichnis kommen wir zu einer Infoseite zum Thema: Was ist eine Anthologie? Das ist gar nicht mal so dumm gewesen, denn auch erwachsene Menschen fragen mich regelmäßig was denn eine Anthologie ist. Vermutlich werden auch die Kleinen das nicht unbedingt wissen. Kritik habe ich trotzdem. Oben steht der Text neben einem süßen Elefenatenkopf (gezeichnet). Die restliche Seite hingegen ist leer. Schade eigentlich. Auch wenn man nicht hätte mehr schreiben wollen, mit ein paar Entertasten oder einer anderen Formatierung hätte man den Text so strecken können, dass die Seite ein wenig voller aussieht.

Der Elefant im Medaillon von Nina und Silke Porath ist die erste Geschichte in der Anthologie. Die Geschichte handelt von der kleinen Petra, die bei einem Besuch bei der Oma, was sie nervt, einen erstaunlichen Fund macht und dadurch eine schöne Geschichte von der Oma hört und die von einer anderen Seite kennenlernt.

Natürlich wirkt die Geschicht leicht naiv, immerhin ist sie für Kinder geschrieben (das trifft auch auf die anderen zu, daher werde ich das nicht noch einmal erwähnen), aber mir hat trotz meines Alters Spaß gemacht sie zu lesen. Ansonsten hat es mir Spaß gemacht die Geschichte zu lesen.

Als nächstes kommt ein Bild von Claudia Graf und eine Infoseite über die Elefanten. Bis auf die Anordnung (als oben, der untere Teil bleibt nackt weißt), gibt es nicht zu meckern. Mir gefällt das Bild nicht, aber das ist (wie bei den Geschichten) reine Geschmackssache.

Danach kommt das Gedich Feuerwehrelefantenjunge Jo von Iris Jitten. Da das Gedicht teilweise bunt ist (die Idee alleine finde ich schon süß) bleibt man am Gedicht schon hängen. Auch der Inhalt ist süß. Muss ich schon gestehen.

Der Elefant im Porzellanladen von Edith Huber (eine der Herausgeberinnen) ist die nächste Geschichte der Reihe und die Geschichte der kleinen Lisa ist mein persönlicher Favorit in der Anthologie. Denn Lisa ist (ich sage das jetzt mal so) der Elefant im Prozellanladen und muss nach Afrika und erlebt dort eine wunderschöne Zusammenkunft mit den Elefanten.

Über die Logik der Geschichte (hätte Lisa wirklich so leicht abhauen können um sich in der „Wüste“ zu verirren) kann man gerne diskutieren, ansonsten finde ich es wunderschön wie die Autorin es geschafft hat den Kindern etwas zu zeigen, etwas zu lehren ohne mit den berühmten Zeigerfinger herumzuwedeln. Ganz klar, gerade Kinder brauchen mehr solcher Geschichten.

Danach kommt etwas besonderes (und hier meckere ich mal nicht über das Layout 😉 ). Und zwar eine Frage, welche die jungen Leserinnen und Leser direkt im Buch beantworten können (welche das ist, verrate ich nicht). Man hat auch entsprechend Platz bekommen um diese direkt im Buch zu schreiben. Die Lösungen findet man entweder in den Geschichten oder auf den Informationsseiten oder am Ende des Buches (so als kleiner Hinweis). Auf der nächsten Seite finden wir ein Realbild eines Elefanten von Edith Huber.

Gleich auf der nächsten Seite kommt die nächste Frage (über die Aufteilung kann man sich gerne in einer ruhigen Stunde unterhalten, also Frage, Bild, Frage?).

Als nächstes kommt das Gedicht Grauer Zwerg von Sandra Schmidt. Es ist kurz bündig und nett geschrieben.Und es lockert das lesen auf 🙂

Als nächstes kommt die Geschichte Traum von Afrika von Giesela Reuter. Dies ist die erste Geschichte, welcher aus der Sicht eines Elefanten geschrieben wird. Als ich den Satz gelesen habe (sinngemäß wiederholt), dass der Elefeant alleine ist, weil es keine Artgenossen in seinem Alter gibt, da entsteht in meinem Kopf das Bild eines alten Elefanten, den man nicht überfordern will und daher alleine lässt. Die Erzählweise macht aber deutlich, es muß ein junger Elefant sein. Ansonsten hätte er einen Namen und mehr Erfahrungen.

Die Geschichte selber ist lustig erzählt und handelt vom Besuch des Bürgermeisters und was sich dann der Elefant alles wünscht und wie die Geschichte eben ausgeht. Sehr lustig muss ich sagen und ich gebe zu, ich habe sogar ein wenig geschmunzelt.

Dann kommt wieder eine Frage und auf der Folgeseite finden wir ein Aquarellbild von Hartwig Hafen, was mir übrigens sehr gut gefällt.

Die Balade von Joel von Margret Küllmar ist das nächste Gedicht der Anthologie. Es ist aus der Sicht des Elefantenbabys Joel geschrieben, der ein kleines Abenteuer in Afrika erlebt und daraus seine Lehre zieht. Schön geschrieben.

Als nächstes kommt wieder eine Infoseite mit entsprechendem Layout.

Elefantenfreundschaft von Gabi Eder ist dann als nächstes dran. Es erzählt von Jonas und Lisa. Das besondere an der Geschichte, was diese auch sehr locker und fröhlich zu lesen ermöglicht, ist der leicht dichterische Stil der Geschichte. Die Autorin schreibt nicht nur, sie geht sehr oft in die Dichtform über. Und ich muss sagen, so etwas habe ich noch nie gelesen und ich bin sehr beeindruckt. Allein die Idee finde ich genial.

Michael Harzbrecher hat das nächste Elefantenbild beigesteuert.

Dann kommt ein Gedicht von Nicole Kovanda und zwar Ein Zoobesuch. Kurz und flott und mit tollen Informationen geschrieben.

Eine kurze Frage folgt auf der nächsten Seite und dann die Geschichte Großvaters Elefant von Nina Betzold. Die Geschichte handelt von Tinka, ihrem Großvater und der alten Elefantenkuh Jule, die aufgrund eines Sturms in der alten Scheune des Großvaters wohnen darf und was sich daraus resultiert. Auch hier darf man über den logischen Inhalt diskutieren, ansonsten ist die Geschichte nett. Ich fand sie persönlich nicht ansprechend, da sie an einigen Stellen zu lang ist, aber ansonsten nett zu lesen.

Erneut sehen wir dann ein Bild von Michael Harzbrecher (die ich übrigens alle sehr schön finde) und dann kommt das Gedicht Immer auf der Reise erneut von Nicole Kovanda.

Steffi sing von Carolin Hafen ist dann als nächstes dran. Auch diese Geschichte ist aus der Sicht der Elefantenkuh Steffi erzählt und berichtet von ihrer Behinderung und ihrer Besonderheit. Auch diese Geschichte enthält eine Art Lehrinhalt ohne den Zeigefinger zu erheben. Auch wenn man auf einem Gebiet schwach zu seinen scheint oder es ist, jeder Mensch und jeder Elefant kann etwas besonderes. Man muss eben nur herausfinden was. Und es ist völlig in Ordnung, wenn man sich von anderen dabei helfen lässt es herauszufinden und es auch zu üben.

In der Geschichte ist ein schwarz-weiß Bild von Günter Häusler was in diesem Zusammenhang auch sehr gut passt.

Dann kommt wieder eine Frage, welche zu der Geschichte von Steffi sehr gut passt.

Dann kommt Einsicht von Margret Küllmar und wieder ein Bild von Günter Häusler (das Coverbild). Ich muss gestehen, dieses Gedicht gefällt mir leider nicht, da es mir das Bild heraufbeschwört, auch wenn die Situation schlecht ist und du Träume hast, vergiss sie. Es mag sein, dass die Autorin das so nicht wollte und eher auf die Situation der Zirkuselefenaten aufmerksam machen möchte (aus deren Sicht ist die Geschichte geschrieben), mich spricht es eben nicht an.

Auf der Suche nach Dayos Mama von Silke Walkstein ist die letzte Geschichte des Bandes. Florian muss seinen Eltern nach Afrika folgen, was ihn zuerst nervt und erlebt dann mit dem Elefantenjungen Dayo und seinem Schulfreund Akil ein gefährliches aber aufregendes Abenteuer mit einem HappyEnd. Die Geschichte ist für meinen Geschmack stellenweise etwas zu lang und an manchen Stellen, gerade wenn die Figuren miteinander reden, hätte ich mir mehr Absätze gewünscht (ich kann nur vermuten, dass es dann mehr Seiten gebracht hätte und der Preis in die Höhe geschossen wäre), auch über die Logik kann man wieder einmal diskutieren. Aber ich finde trotz allem die Geschichte schön und man kann sie trotz allem Kindern vorlesen.

Dann kommt ein Bild von Carolin Hafen und ein Elefant, den man selber ausmalen kann.

Der zerstreute Elefant von Birgit Rivero ist das letzte Gedicht des Bandes. Das sage ich nur ein Wort: Lustig!

Dann gibt es noch eine Frage und dann kommen alle Antworten zu den im Buch gestellten Frageseiten, so dass die Kleinen überprüfen können, ob sich ihre Antworten mit denen der HerausgeberInnen decken, zumindest vom Inhalt. Hier können die Eltern mit ihren Kindern die Antworten überprüfen und dann darüber diskutieren. Links für weitere Informationen stehen zur Verfügung.

Dann wird die Frage geklärt was eine Vita ist (Layoutschwäche) und die Vita der AutorInnen, FotografInnen und DichterInnen werden hier dann vorgestellt. Und zu guter Schluss muss natürlich Werbung für das erste Band sein  „Leuchtturm-Anthologie“ und Informationen zur Gedankensaat-Reihe.

Mein Fazit: Eine Anthologie ist immer eine individuelle Angelegenheit. Nicht nur auf der Seite der HerausgeberInnen, welche die Beiträge nach einem persönlichen Geschmack aussuchen (neben Rechtschreibung, Grammatik und Komposition, ist es eben auch bei Geschichten die auf dieser Basis, sagen wir mal so, perfekt sind, nicht immer vergönnt veröffentlicht zu werden), sondern auch auf der Seite der LeserInnen. So werden sicherlich andere Rezensionen zu diesem Buch völlig anders aussehen. Geschichten oder Gedichte die ich mag, werden andere eben nicht mögen und so weiter. Daher ist eben diese Rezension eine individuelle Ansicht dieses Buches.

Auch wenn die Anthologie in meinen Augen einige Layoutschwächen hat (wobei man natürlich darüber diskutieren kann, auch das ist eine individuelle Ansicht) und mir eben nicht alle Geschichten und Gedichte wie Bilder gefallen hat, ist sie trotzdem alles in allem sehr gelungen. Natürlich ist die Anthologie für Kinder geschrieben und nicht für Erwachsene. Die sollen lieber ihren Kindern die Geschichten und Gedichte Abends vorlesen, mit ihnen die Fragen beantworten oder über die Elefanten reden. Es muss in diesem Fall den Kindern gefallen. Und ich denke (und mein kindliches Selbst bestätigt dies) es wird ihnen gefallen.

Die Geschichten sind in ihrer „Sprache“ geschrieben und auch die Bilder sind keine komplexe Monster mit denen sogar ich so meine Probleme haben.

Daher lautet ganz klar mein Fazit: Wenn ich mal eine Anthologie für die Kleinen meiner Umgebung (sollte ich jemals Tante oder Patin werden) verschenken sollte, dass Buch ist auf meiner Liste definitiv ganz oben. Und ich hoffe, dass mehr solcher Bücher herausgebracht werden. Denn ich denke, gerade für die kleinen fehlt es in der Anthowelt an entsprechender Auswahl.

In dem Sinne, gutes lesen.

The Transparent Tarot von Emily Carding [Tarot – Sachbuch] Sonntag, Aug 23 2009 

Aber hier erst einmal die Grunddaten:

Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Schiffer Pub Co (28. Oktober 2008)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 0764330039
ISBN-13: 978-0764330032

Der Preis beträgt im Original 59,99 $, in Deutschland kann man es um die 40 Euro bekommen. Ein Preisvergleich lohnt sich jedoch auf alle Fälle, denn ich habe Preisunterschiede von bis zu fünf Euro und mehr erlebt. In dem Sinne, habt bitte Augen auf beim Tarotkauf 🙂

Die Karten:

Die Bilder des Decks sind alles andere als extremst kompliziert oder aufwändig erstellt. Ganz im Gegenteil, Einfachheit ist hier das Stichpunkt. Auf den Bildern findet man ein wichtiges, wenn nicht sogar DAS wichtigste Element der entsprechenden Karten. So ist der Narr einfach ein Schmetterling und eine Rose. Der Turm sogar nur ein Blitz. Und das geht durch die große aber auch durch die kleine Arkana.

Da man die Karten im Internet nicht richtig darstellen kann (zumindest habe ich bisher keine entsprechende Darstellung gefunden), erkläre ich kurz, wie man sich das ganze vorstellen kann. Die Bilder sind allesamt farbig (bei den kleinen Arkana sind die Bilder nur in der entsprechenden Elementfarbe gezeichnet) und auf Folie gedruckt. Genau solche Folie, wie man sie bei einem OH-Projekter in der Schule/Uni/wo auch immer verwenden könnte. Auf diesen Karten befindet sich entsprechend das Bild. Und wenn man eine Karte darunter oder darüber legt (die Reihenfolge spielt keine Rolle), entsteht ein Bild mit mehreren Elementen. So wird aus einem einfachen Bild, dass nur wenige bis einzelne Elemente beinhaltet, eine komplexe Darstellung, die man auch deuten kann.

Ich habe heute drei Karten gezogen: die Gerechtigkeit, den Teufel und die 8 Stäbe. Einzeln würden die Karten nicht viel sagen, seien wir ehrlich. Wenn man sie aber übereinander legt, dann kommt eine richtige Geschichte dabei heraus. Denn ich habe die Tageskarte für mich heute gedeutet, dass die Gerechtigkeit in Ketten des Teufels liegt. Und ich versuche daraus mit Leidenschaft und Feuern unterm Allerwertesten daraus zu fliehen (die Figur auf den 8 Stäben sieht ja so aus, als würde sie auf einem Besen davon reiten und von vielen anderen Besen begleitet und beschützt werden.

Als ich die Karten nur gesehen habe, war ich super begeistert. Jetzt habe ich sie zwei mal gelegt und muss mich ein wenig zurückhalten, sonst nehme ich sie noch mit ins Bett. Naja, überall sonst werden sie dann mitkommen. Ich finde sie super genial. Und solch ein zufriedenes Gefühl, von solch einer Seeligkeit, dass habe ich schon lange nicht mehr gehabt. Sprich, es könnte wirklich sein, dass ich mein Deck gefunden habe. Das wäre superschön 🙂

Das Buch:

Ich muss zugeben, ich bin ja immer total begeistert, wenn ich dicke Bücher lesen kann. Besonders dann, wenn es sich um Handbücher zum Thema Tarot handelt. Hier bin ich diesbezüglich nicht enttäuscht worden. Aber dicke Bücher heißen ja natürlich noch lange nicht gute Bücher. In diesem Fall bin ich persönlich sehr zufrieden.

Allein der Anfang enthält ein Satz, den ich so bisher noch nie gelesen habe.

Remember, this is your tool, for your work – enjoy! Emily Carding – The Transparent Tarot

Zwar hat Emily Carding das Tarotdeck erschaffen (und laut Buch wird es noch viel mehr von ihr geben), aber sie gibt es aus der Hand und entlässt es in die Welt. Das tut eigentlich jedeR AutorIn, welche ein Werk schreiben uns es veröffentlichen. Nur hatte ich bei so gut wie allen das Gefühl, dass sie es nicht möchten, dass man eigene Erfahrungen mit dem Deck macht. Klar, letztendlich macht man die. Aber eine direkt Erlaubnis habe ich so von niemanden bekommen. Und das ist etwas, wo ich mir denke, danke Ms. Carding, danke schön. Denn so habe ich das Gefühl eine besondere Erlaubnis erhalten zu haben, wirklich komplett eigene Erfahrungen machen zu dürfen.

Das Buch ist klassisch aufgebaut. Zuerst gibt es eine Einführung. Wobei Ms. Carding auch erklärt, warum sie nicht nur darauf schaut, woher das Tarot kommt, sondern wohin es gehen kann. Ebenfalls ein verdammt interessanter Ansatz wie ich finde.

Danach gibt es die große Arkana. Jeder Karte wird vier Seiten gewidmet. Auf der ersten Seite finden wir das Bild der entsprechenden Karte. Seite 2 (gelegentlich wird es auch auf Seite 3 fortgeführt), erzählt sie ein wenig über die Karte. Da sie die Bedeutung der traditionellen Karte auf ein entscheidenes Symbol reduziert hat, erklärt sie auch, warum gerade dieses und kein anderes Symbol. Auf der dritten (gelegentlich geht dies auch auf der 4 Seite weiter) kommt dann die Bedeutung der Karte, wobei auch öfters die umgedrehte Bedetung erwähnt wird. Aber nicht immer. Dann kommt eine Beispieldeutung mit drei Karten (wie man hier arbeiten kann, natürlich ist das kein Muss, das Deck gehört ja immerhin uns und wir können damit arbeiten wie wir es für richtig halten 🙂 ).

Dann kommen die kleinen Arkana (ich bin gerade noch bei den Assen, also kann ich nur einen groben Überblick bieten). Da gibt es auf der linken Seite das Bild und die Beschreibung der Karte, auf der rechten Seite die Bedeutung. Bei der kleinen Arkana wird nicht Farbenweise (also Kelche, Stäbe, Scheiben und Schwerter) beschrieben, sondern nach der Zahl der Karte (alle Dreier, alle Vierer und so weiter). Vor dem Kapitel gibt es ein Bild wo alle vier Karten übereinander gelegt wurden (nur bei den Hofkarten wurde ein wenig getrickst, wenn ich das mal so sagen darf) und dann gibt es noch eine kurze Beschreibung, was man allgemein zu dieser Zahlenreihe wissen muss.

Bei den Personenkarten findet man zum Beispiel als Page/Prinzessin vier Mädchen, welche das Symbol in der Händ hält. Jedoch rennen sie alle in die gleiche Richtung, somit ist es schwer, sie übereinander zu legen. Das betrifft alle anderen Karten ebenso. Daher wurden sie auf dem Gruppenbild Art Kreisförmig aufgestellt, so, dass man sie alle sehen kann.

Zum Abschluss erklärt die Autorin dann, wie man mit den Karten allgemein arbeitet und dann mit der Besonderheit des Transparent Tarot. Das sollte man sich sehr sorgfältig durchlesen (was ich noch machen werde) um zu wissen, worauf man sich da wirklich einlässt.

Und noch einmal die Karten:

Die Karten bestehen natürlich dementsprechend aus Plastik und haben keine Rückseite. Daher ist es möglich, dass die Karten mit der Vorderseite nach oben gemischt und ausgelegt werden. Daher ist es hier entweder oberste Pflicht, die Augen ganz fest zu zu haben. Man kann natürlich die Chance nutzen und die Karten mit offenen Augen ziehen. Da kann man üben, auf die eigene Intuition zu hören und sehen, welche Karte(n) man im Moment wirklich braucht.

Kritikpunkte:

Es gibt in meinen Augen nicht gerade viel zu kritisieren. Da sieht man, dass ich jetzt nicht so ganz objektiv bin. Oder es ist einfach so perfekt, dass man eben nichts daran zu kritisieren gibt. Aber mir fallen zwei Punkte ein, die jetzt nur indirekt mit dem Deck zu tun haben und ein Punkt lässt sich leicht beheben.

  1. Die Karten kleben aneinander, dass man sie gerade am Anfang schwer abbekommt. Ich habe mich da wirklich abmühen müssen, um die Karten auseinander zu bekommen. Aber nach einiger Zeit hat man das geschafft und auch wenn die Karten dann noch eine Zeitlang aneinander kleben, so reicht einige Male mischen völlig aus, um sie dauerhaft auseinader zu behalten.
  2. CSI lässt grüßen! Damit will ich sagen, wer mal mit einer Folie gearbeitet hat, weiß, wie schnell die Fingerabdrücke auf denen bleiben. Theoretisch müsste man mit Handschuhen arbeiten oder die Karten regelmäßig reinigen. Also für Leute, die darauf besonders allergisch reagieren, sind die Karten nur schwerlich etwas. Aber auch das kann man der Autorin und diesem Projekt nicht anhaften. Es ist eben das Material so.

Sonst frage ich mich nur, ob die Farbe der Bilder auch wirklich haltbar ist. Also in dem Sinne, dass nicht nach dem Tausendesten mischen die Farbe auf den Fingern kleben bleibt. Denn das Deck kostet nun einmal 60 Dollar und da würde mir das Herz bluten, wenn ich sehen müsste, dass die Farbe nicht für die Ewigkeit wäre (wenn jemand mehr weiß, ich habe nichts dagegen, wenn du mich beruhigen könntest 🙂 ).

AnfängerIn oder Profi?

Laut Autorin ist das Deck für AnfängerInnen, Profis, SammlerInnen und für alle geeignet, die sich für das Tarot interessieren. Und dem kann ich mich anschließen. Denn die Bilder sind zum einen sehr einfach gehalten, so dass man sich nicht zehn Jahre lang durch verschiedenste Symbole durchwusseln muss, um die halbe Karte zu verstehen. Denn als reine Anfängerin hat mich das schon ziemlich abgeschreckt. Hiermit ist das nicht mehr nötig.

Natürlich kann man jetzt sagen, hei, dass versaut doch die Leute. Denn es ist ja meistens nur ein oder zwei Symbole zu sehen, wie sollen sie sich denn damit auseinandersetzen? Ich denke, wenn die AnfängerInnen sehen, welche Resultate sie mit diesen Symbolen sie schon erzielen können, dass sie sich dann hinsetzen und denken, jetzt erst recht. Jetzt will ich mehr wissen, viel mehr. Viele könnte jetzt der Ehrgeiz packen und sich tiefer mit der Bedeutung auseinandersetzen.

Aber auch die Fortgeschrittenen und Profis können von diesem Deck profitieren. Denn hier ist es nicht notwendig, sich auf die zehn Millionen Details zu konzentrieren um die Karte zu deuten. Man hat eben die wenigen Symbole und kann damit trotzdem perfekt arbeiten. Gerade gut ist es für Leute, die sich zu sehr in die Symbolik verloren haben und sich ein wenig auf die Einfachheit konzentrieren möchten.

Aber auch die Fragenden können sich bei diesen Karten wohlfühlen. Wer keine Ahnung hat und plötzlich ein Deck vor sich sieht, dass nur von Bildern und Symbolen und Farben und Formen und so weiter und so fort strotzt, da würde ich als Nichtwissende vielleicht Angst bekommen. Klar, wenn die Leute nicht wissen sollen, was die Bilder zu bedeuten haben, dann ist dieses Deck natürlich nicht geeignet. Aber die Symbole sind sehr klar zu verstehen. Somit auch eben für Leute, die absolut keine Ahnung haben. Also AnfängerInnen (so schließt sich der Kreis ^^).

Das ganze ist auf englisch …

Da dieses Werk noch nicht ins deutsche übersetzt wurde (und ich muss zugeben, bei diesem ungewöhnlichen Werk ist es fraglich, ob es jemals geschehen wird), muss man es natürlich in der Originalsprache englisch lesen und dann auch noch verstehen.

Normalerweise verstehe ich so gut wie alles auf englisch, bis auf einige Vokabeln. Bei diesem Werk habe ich das Gefühl, weniger als normal zu verstehen.

Daher ganz klar meine Empfehlung: Man sollte sicher sein im englischen verstehen und sich das Buch in aller Ruhe durchlesen. Dann bleibt auch etwas hängen, garantiert 🙂

Meine Schreibader … *g* ...

Natürlich wäre meine Rezension für mich nicht komplett, wenn ich das Deck nicht auf Schreibprüfbarkeit überprüfen würde. Wer eine schreibende Ader hat, gerne da mit Tarotdecks arbeitet, wird nicht drum herum kommen, sich auch diesem Thema zu widmen ^^

Wenn man drei Bilder/Karten zusammenhat, entstehen automatisch Geschichten. Es ist also nicht nur Leute geeignet, die sich mit dem Tarot auseinandersetzen oder Leute, die gerne Geschichten schreiben. Sondern eben auch für Leute, die lernen wollen, wie man mit dem Tarot eine Geschichte erzählt. Denn es gibt den Tipp, dass man, wenn man eine Karte deutet, dies in eine Geschichte verpackt (ziemlich oft das Wort Geschichte gerade *g*).  Daher kann man die Karten nicht nur für Romane (mal ein anderes Wort) oder sonstige Texte verwenden. Sondern auch, wenn man lernen möchte, wie man mit den Tarotkarten ein Text erzählt und darin die Bedeutung einarbeitet.

Behaupte ich zumindest mal frech … 🙂

Mein Fazit … 🙂

Wie man aus dem doch recht positiven Bericht erkennen kann, bin ich entweder alles andere als objektiv oder es ist eines dieser Decks, wo man sagen kann, es ist schlichtweg perfekt. Ich empfinde es auf alle Fälle als sehr intelligent. Denn es reicht ja nicht aus einfach die Tarotdecks auf ein sinniges Symbol zu reduzieren und es auf Folien zu zeichnen. Nein, das Symbol auf jeder einzelnen Karte muss so angeordnet sein, dass sie mit allen anderen 77 Karten harmonieren. Denn wenn oben links eine Figur ist, dann ist es nicht sonderlich geschickt, wenn dort auf einer zweiten Karte ebenfalls eine Figur ist und schlichtweg das andere Bild überdeckt. Es muss eine Bedeutung haben, es muss harmonieren.

Und ich habe einige Legungen direkt ausprobiert und die wildesten Karten übereinander gelegt. Und es funktioniert immer. Sogar wenn man zwei Personenkarten der gleichen Art verschiedener Farben (also zum Beispiel die etwas weiter oben genannten Pages/Mädchen) übereinandergelegt, funktioniert 🙂

Daher kann ich nur sagen, wer Lust hat sich mit einem anderen Deck als mit dem üblichen auf dem Markt auseinanderzusetzen, kann sich mal mit diesem beschäftigen. Natürlich gibt es auch hier einige Seiten im Internet, welche sich mit diesem Deck beschäftigen (die Links in diesem Beitrag sind voll von möglichen Alternativen) und dementsprechend ist es möglich, sich erst einmale in Bild davon zu machen. Zwar ist der Preis von 59,99 $ (in Deutschland aktuell um die 40 Euro) sehr wohl gerechtfertigt. Aber seien wir mal ehrlich, so schnell so viel Geld einfach mal so locker zu machen geht bei einigen dann doch nicht. Und schlimm wäre es, wenn es sich für die eine oder den anderen das dann noch als Fehlkauf herausstellen würde.

Für mich war es definitv keiner und ich freue mich schon darauf, was mir die Zukunft mit diesem Deck bescheren wird …

Der verborgene Blick: Neue Perspektiven mit dem Vice Versa Tarot – (Set mit Box und 78 Karten) von Hajo Banzhaf, Susanne Zitzl [Sachbuch] Samstag, Aug 22 2009 

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Kailash (30. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3424630012
ISBN-13: 978-3424630015

An sich ist das Vice Versa Tarot oder auch das New Vision Tarot nichts besonderes und gleichzeitig eine Revolution. Es ist eben nicht deswegen etwas besonderes, weil es an sich ein weiterer Rider Waite/Smith Klon ist. Denn genau aus diesem Deck stammen die Bilder. Und zugleich ist es eine Revolution, weil es aus einem völlig anderen Blickwinkel die Bilder zeigt. In diesem Set erhält man eben dieses Tarotdeck mit einem Buch von Hajo Banzaf und Susanne Zitzl.

Das Tarotdeck:

Es ist ein normales Tarotdeck mit den bekannten 78 Karten. Die Karten sind groß genug, dass sie bequem in der Hand liegen, aber nicht zu groß, als das sie unangenehm beim mischen sind. Für mich ein sehr wichtiges Kriterium.

Die Bilder sind sehr stark gezeichnet und man erkennt darin auch Menschen, was manchmal beim Original doch schon fehlt (dort wirkt alles ein wenig oberflächlich). Das besondere ist eben, da es sich dem Thema des Rider Waite/Smith Tarots widmet, dass man im Vice Versa Tarot, die Bilder erkennt und sofort weiß, aha, dass Bild kenne ich und sehr interessant, wie es von der anderen Seite aussieht. Es ist eben bekannt und man entdeckt dadurch eine völlig neue Welt.

Das möchte ich kurz an zwei oder drei Beispielen erklären.

Die Hohepriesterin sitzt in ihren Thron zwischen zwei Tempeln. Man weiß nicht, was hinter ihr vor sich geht, also was ist hinter dem Vorhang los. Und wohin schaut sie? Bisher dachte ich immer, sie schaut letztendlich die Betrachterin oder den Betrachter an. Beim Vice Versa Tarot hingegen sieht man, dass die Hohepriesterin aufs Meer hinausschaut und hinter ihr zwei Novizinnen zu finden ist. Aber man erkennt auch, dass der Vorhang an einer Seite heruntergelassen ist. Man kann also sagen, die Bilder von beiden Decks sind nicht zeitgleich. Im Original ist es zu einem bestimmten Zeitpunkt gezeichnet, dass Vice Versa Tarot hingegen spielt zumindest eine Minute später. Denn so ein Vorhang muss erst einmal abgehangen werden.

Ein weiteres Beispiel ist die Karte 6 Scheiben/Pentakel/etc.. Hier sieht man einen wohlhabenden Mann, welche den armen Menschen einige Münzen gibt. Schauen wir mal von hinten auf das Bild, sehen wir einen Riss in der Jacke. Der Mann ist aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr zu wohlhabend, wie wir all die Jahre (nun gut, einhundert Jahre 🙂 )dachten. Denn wenn er wohlhabend ist, warum kann er sich dann keine neue Jacke leisten?

Alles in allem kann man am Tarotdeck nichts meckern. Zumindest fällt mir dabei nichts auf. Gut, einige Karten wurden herangezoomt, andere scheinen sich Wochen oder gar Monate später abzuspielen, aber letztendlich handelt es sich hierbei auch um künstlerische Freiheit.

Mein Tipp: Wenn ihr euch das Deck besorgt und das Rider Waite/Smith Tarot (egal welche Ausgabe) zur Verfügung habt, dann schaut euch beide Decks gleichzeitig an. Ich fand das sehr interessant.

Das Buch:

Das Handbuch wurde im Kailash Verlag veröffentlicht. Es handelt sich hierbei um ein Hardcover und vom Layout oder auch vom Bild an sich, gibt es nichts zu meckern.

Das Buch wird mit der Frage eingeführt, wie lege ich überhaupt Karten und diese entsprechend beantwortet. Wie mische ich die Karten, wie lege ich sie aus und so weiter und so fort. Alles wichtige Informationen, gerade für Menschen, die gerade in das Thema Tarot einsteigen.

Danach kommen einige Legemuster mit dem Hinweis, welche Schwierigkeitsstufe sie haben, welche Fragen man stellen sollte und einige Hinweise (neben dem Bild des Legemusters und welche Position was benötigt).

In diesem Teil findet man immer wieder Fußnoten zu anderen Publikationen von Hajo Banzaf. Mit dieser Entscheidung kann man im Grunde genommen nichts richtig machen. Hätte er die Informationen, welche er hier nicht gibt aber in den anderen Büchern nachlesbar sind, veröffentlicht, hätten sich einige darüber beschwert. Andere werden sich beschweren, dass man nun zwei bis drei weitere Bücher kaufen müsste um nachzuvollziehen, was die AutorInnen nun meinen. Das sei letztendlich jeder/jedem selber überlassen.

Der Hauptteil des Buches machen die Kartenbedeutungen aus. Das ist man im Grunde genommen schon gewohnt. (In der Leseprobe auf der Veralgsseite findet man leider kein Beispiel dazu).

Jeder Karte werden zwei Seiten gewidmet (sogar der kleinen Arkana). Zuerst sieht man die Karte aus dem Vice Versa Tarot und daneben (ein wenig kleiner) ein Bild aus dem Universal Waite Tarot. So kann man jederzeit beide Decks miteinander vergleichen und die Ähnlichkeiten aber auch die Unterschiede erkennen.

Dann wird das ursprüngliche Motiv kurz erläutert. Besonderheit im Vice-Versa Tarot folgt dann in der Beschreibung.  Auf der rechten Seite werden dann die Grundbedeutungen der Karten kurz dargestellt:

  • Allgemein
  • Liebe und Beziehung
  • Beruf
  • Spirituell
  • Als Ratschlag
  • Als Warnung

Und in einem Extrakästchen eine kurze Erläuterung, was der verborgene Blick erklärt.

Zum Abschluss gibt es noch ein Anhang welche zwei Deutungsbeispiel erläutert werden, eine Literaturliste und eine Kurzvorstellung der AutorInnen.

Ich muss zugeben, dass Buch hat meinen Erwartungen an ein deutsches Tarotbuch voll erfüllt. Was aber nicht unbedingt was gutes bedeuten muss. Denn während ich von englischsprachigen Tarotbüchern völlig hin und weg bin, bewegen sich deutsche AutorInnen in diesem Gebiet an bestimmte Vorlagen, welche sich scheinbar nicht wagen, ein wenig frecher zu werden.

Zumal es bei diesem Tarot durchaus angebracht gewesen wäre (ich muss zugeben, ich weiß nicht ob es an den AutorInnen selber oder an den Verlagen liegt, vielleicht wollen die auch nicht andere Bücher veröffentlichen). Denn auf die Thematik Vice Versa Tarot wurde kaum eingengangen. Warum finden wir auf der Rückseite der Bilder genau die Elemente, die dort angebracht sind? Darüber werden nur wenige Worte verwendet. Bei mir bleiben am Ende der Lektüre einer jeden Karte einfach zu viele Warums übrig.

Man muss sich schon fragen, ist es notwendig, die Karten des Rider Waite/Smith Tarots überhaupt zu beschreiben und nicht eine weitere Fußnote zu verwenden, wo man entsprechende Informationen erhalten kann und sich mehr auf das Vice Versa Tarot zu konzentrieren? Oder hätte man den Platz auf der rechten Seite, die manchmal eine halbe Seite lang sind, nicht dafür verwenden können um noch einige Informationen einzubauen?

Das Buch ist draußen und man wird es nie erfahren, warum es so und nicht anders veröffentlicht wurde, leider.

Aber man kann natürlich selber Erfahrungen einschreiben, und ich meine das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der oben beschriebene Platz kann natürlich dafür verwendet werden um mit Bleistift, oder wer mutig genug ist sogar mit einem Kugelschreiber, sich im freien Platz Notizen zu machen.

Mein Fazit:

Es ist natürlich eine sehr individuelle Entscheidung sich das Buch mit dem Deck zu zulegen oder sich für ein anderes Deck zu entscheiden. Bilder als Vorlage gibt es im Internet genug oder schaut euch das Video oben an.

Vom Deck selber bin ich begeistert. Ich selber kann im Moment nicht sagen, ob ich damit arbeiten werde, aber auf alle Fälle findet es Eingang in meiner Schreibarbeit.

Das Buch selber ist nicht ganz das, was ich mir gewünscht habe, erfüllt aber meine Erwartungen an ein deutsches Tarotbuch (tut mir Leid, dass zu sagen, ich wurde aber von einigen sehr großartigen Werken aus Amerika diesbezüglich versaut).  Alles in allem reicht es aber aus um AnfängerInnen ein gültiges Werk in den Händen zu geben, damit man sofort loslegen kann. In dem Sinne, trotz allem ein Rundumsorglos Paket.

Weitere Informationen:

Das Große Buch der Legemethoden: 130 neue Legemethoden anwendbar für Kartendecks aller Art von Jeanne Ruland [Sachbuch] Montag, Aug 10 2009 

Taschenbuch: 370 Seiten
Verlag: Schirner; Auflage: 1 (10. Mai 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897676427
ISBN-13: 978-3897676428

Jeanne Ruland gehört zu den Autorinnen, die zu diversen Themen interessante Rund-um-Sachbücher schreibt. So gibt es von ihr unter anderem auch ein Buch zum Thema Krafttiere, Engel aber auch Orakelkarten mit sehr schönen Bücher.

Dieses Buch ist das erste von mir und in diesem Jahr in neuer Auflage erschienen. Ich muss aber gestehen, dass Cover des älteren Buches gefällt mir umgemein besser. Aber das ist meine persönliche Ansicht.

Inhalt:

Wie die Überschrift schon sagt, enthält das Buch 130 Legemethoden zu den folgenden Oberthemen: Orakeltechniken, Klärung und Entscheidungen, Beziehung und Partnerschaften, Beruf und Finanzen, Gesundheit – Die sieben Chakras, Gesundheit – Die fünf Elemente, Selbsterkenntnis und Heilung, Lebenslauf – Die Siebener-Abschnitte, Lebenslauf – Lebensthemen, Feng Shui, Die Feste im Jahreskreis (wobei hier die heidnischen Feste gemeint sind), Naturgeister und Lichtkräfte, Die kosmischen Gesetze und Weitere Lebensthemen.

Wie man sieht, dass sind sehr weitgefächerte Themen.

Und zu jedem Thema gibt es eine gewisse Anzahl von Legemethoden.  So gibt es, als Beispiel zu dem Bereich Die Feste im Jahreskreis die acht heidnischen Feste (Samahin, Lughnasadh, etc) jeweils eine Legemethode mit der man arbeiten kann. Bei den andere Bereichen gibt es dann verschiedene Methoden, die man entsprechend auf die aktuelle Situation anwenden kann.

Das Buch fängt zuerst mit einer Einleitung an, wie man mit diesem arbeiten kann. Hierbei ist wichtig zu erwähnen, dass die Autorin mehrere Kartenarten einbindet. So gibt es Allgemeine Karten, Basiskarten, Begleiterkarten, Meisterkarten und Jokerkarten. Sie werden auf jeder Seite der Legemethoden, auf der linken Seite noch einmal bildlich angezeigt, damit man auf die Bilder (siehe ein wenig weiter unten, was ich damit meine) dann herausfinden kann, mit was für einer Karte man es gerade zu tun hat, bzw. welche Karte man bitte wählen möchte.

Wer nicht weiß, was man als Basiskarten oder auch Jokes nehmen kann, kann diese in einer Tabelle ablesen. Natürlich kann man nur das Tarot verwenden, man kann aber auch sich an dieser halten und entsprechend die Karten ziehen und damit arbeiten.

An dieser Stelle ein Tipp von mir: Wer mit den verschiedenen Kartenstufen arbeiten möchte, sollte sich vielleicht zu Anfang überlegen zu den verschiedenen Kartentypen auch nur ein gesondertes Deck zu verwenden. Und nicht bei jeder Legung alles über den Haufen zu werfen. Denn ich muss gestehen, allein die Tabelle hat mich ein wenig verwirrt.

Danach gibt es noch Pendeltafeln damit man herausfinden kann, mit wie vielen Decks man arbeiten soll, welche Decks man als Begleiter oder Meisterkarten nehmen soll und so weiter. Ich bin jetzt keine Pendelmeisterin, vermutlich habe ich jetzt deswegen gewisse Probleme, aber die Pendeltafeln sind rund. Wie bitte kann man dann herausfinden, was man wählen soll, wenn der Pendel zum Beispiel von oben nach unden schwingt. Dann hat man ja zwei Sachen zur Auswahl, oder? Aber diese Gedanken können eben daher rühren, weil ich mich noch nicht so gut mit dem Pendeln auskenne.

Jede Legemethode ist auf zwei Seiten aufgeteilt. Zuerst wird die Frage beantwortet, wozu die gewählte Legemethode dient. Hier kann man entscheiden, ob man diese Methode verwendet, oder doch eher zu einer anderen greift. Danach kommt die Einstimmung. Also wie man das Thema angeht und was man beim mischen und wählen der Karten beachten sollte. Dann kommen die Positionen mit deren Bedeutungen. Zu guter Letzt schreibt die Autorin noch einen Tip bzw. Hinweis was man beachten sollte und wenn man weiter in dieses Thema hineingehen möchte, welche Legemethode man als nächstes nutzen kann. Das ganze wird mit einem hübschen Bild abgerundet worauf die Positionen der Karten angezeigt sind, wie man diese anordnen kann (was man nicht muss).

Das interessante für mich ist bei dem Tip/Hinweis, dass man ja entsprechend eine weitere Legemethode ans Herz gelegt bekommt. So macht man am Ende eine kleine Rundreise durch das Buch.

Kleine Kostprobe? Ich wähle eine Legemethode mit einer kleinen Rundreise. Wobei ich das als Auflistung mache. Finde ich ein wenig übersichtlicher 🙂

  • Das kleine Geburtstagsorakel (Seite 180) – Hier gibt es zwei Empfehlungen
  • Das Jahresrad (Seite 182) und Die zwölf Häuser (Seite 270) – ich mache mit den zwölf Häuser weiter
  • Das Jahresrad (182) und hier geht es ebenfalls wieder zu den zwölf Häuser weiter 🙂

Nun gut, dass war nur eine kleine Reise, aber ich wollte das jetzt auch nicht übertreiben (Hinweis, im Buch sind die Seitenangaben nicht angegeben, was bedeutet, dass man im Inhaltsverzeichnis entsprechend suchen muss). Das wäre noch ideal gewesen (wie es in der neuen Auflage aussieht weiß ich nicht, da kann es natürlich sein, dass so etwas ergänzt wurde).

Ich habe mal als Kritik gelesen, dass nirgends steht, welche Legemethoden für AnfängerInnen und welche für Fortgeschrittene geeignet sind. Das steht in der Tat nirgends, es stellt sich nur die Frage ob AnfängerInnen nicht wirklich einschätzen können, was sie sich zutrauen und was nicht. Und letztendlich, wenn sie eine Frage zu einem bestimmten Thema haben und da steht auf einmal, dass sie die Finger davon lassen sollen. Sicherlich nicht sehr ermutigend. Daher empfinde ich es als besser, wenn die Autorin diese Entscheidung den Leuten selber überlässt. Und außerdem, wie soll man üben, wenn man Schranken aufgezeigt bekommt.

Mein Fazit:

Ich blättere gerne und immer wieder in diesem Buch. Denn mit 130 Legemethoden kann man viel entdecken und vor allem sich selber. Man findet Hinweise zum eigenen Inneren Ich, dann zu den entsprechenden Lebensabschnitten und so weiter und so fort. Natürlich kann man Fragen, ob man überhaupt mehr als den Silberkreuz braucht um mit dem Tarot glücklich zu werden. Andererseits, warum soll man nicht wagen, über den Telerrand hinaus zu schauen um neue Methoden kennen zu lernen?

Ich persönlich kann das Buch nur empfehlen und sage ganz klar, wer sich besser kennen lernen möchte, kann zu diesem Buch greifen.

Weitere Informationen:

Eine Göttin für jeden Tag von Luisa Francia [Sachbuch] Sonntag, Aug 2 2009 

Gebundene Ausgabe: 189 Seiten
Verlag: Frauenoffensive; Auflage: 1. Auflage (1996)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3881042806
ISBN-13: 978-3881042802

Luisa Francia ist bekannt für ihre doch eher dünnen aber dafür tollen Bücher (zumindest unter denen, die sie kennen). Und Eine Göttin für jeden Tag ist eines dieser Bücher, die es zu einem Kultbuch geschaffen haben. Gerade in der Heidenszene scheint jede zweite dieses Buch zu kennen.

Zum Inhalt:

Das Buch fängt, wie die meisten, mit einem Vorwort an. Dort erklärt sie, wie sie zu diesem Projekt kam und welche Schwierigkeiten sie damit hatte. Das macht das Buch so ehrlich, weil sie klar sagt, ich bin eben keine Meisterin, auch ich erlebe Niederlagen. Dadurch wirkt die Autorin authentisch.

Danach stellt sie die Frage, brauchen wir Ahninnen oder doch eher Göttinnen und gibt hier eine sehr persönliche und wertovlle Meinung ab. Es mag sein, dass viele sich daran stören mögen, aber man sollte sich ruhig Gedanken dazu machen.

Auch zum Thema Göttinen schreibt sie einen Beitrag, der in typische Luisa Francia Manier geschrieben ist. Frech und frecher. Und sie gibt einen Hinweis, wie man mit den Göttinnen orakeln kann.

Obwohl sich das nach viel anhört, sind diese Bereiche gerade mal 14 Seiten lang (reine Seiten, die Bilder oder Leerseiten habe ich nicht mitgezählt). Danach kommen endlich die Göttinnen dran. Jeder Monat wird dementsprechend bearbeitet und jeder Tag bekommt seine eigene Göttin. Dabei hat Luisa Francia auch an die Schaltjahre gedacht und dem Februar eine Göttin mehr gegeben.

Man sollte jetzt nicht erwarten, dass die ausführlichsten Erklärungen mit den ganzen Verbindungen zu den anderen Göttinnen und Götter kommen, wofür sie stehen, eine ausführliche Beschreibung ihrer Geschichte und derartiges. Luisa Francia bietet hier eine kurze Übersicht, mit wem man es zu tun hat und kann dann sich selber auf die Reise machen mehr herauszufinden. Am Ende gibt es auch Literaturhinweise wo man entsprechend anfangen kann. Die Beschreibungen sind maximal eine dreiviertel Seite lang. Mehr nicht. Interessant ist es aber, dass es ausreicht, damit man sich ein Bild der Göttin machen kann.

Das Besondere hierbei ist, dass nicht nur die altbekannten Göttinnen wie Athene, Hera oder Isis, Freija und wie sie alle heißen vorgestellt werden. Man findet auch Göttinnen wie Modgzudr (Nordeuropa), Lau (Süddeutschland) oder auch Kadroma aus Tibet. Hier macht das stöbern entsprechend Spaß.

Dabei sollte angemerkt werden. Natürlich gibt es die eine oder andere Zuordnung, die einfach passt (so passt Dao zum ersten Januar, der 31 Oktober zeigt Hekate und die Orakelgöttin Alraune ist am letzten Tag des Jahres zu finden), sonst sind alle Zuordnungen absolut willkürlich. Nicht an ihren Geburtstagen oder Jahrestagen findet man die entsprechende Göttin, sondern ganz spontan an einem x-beliebigen Tag.

Am Ende findet man noch die Auflistung der vorgestellten Göttinnen.

Vergriffen:

Obwohl das Buch jünger als Steinreich der Autorin ist (um ein Beispiel zu nenne), ist dieses leider vergriffen. Somit kann man es nur noch gebraucht erwerben. Das treibt teilweise bizaare Blüten der Preispolitik. Aber wer Geduld hat, kann sicherlich noch ein günstiges Exemplar abstauben 🙂

Fazit:

Wer Luisa Francias Werke kennt, weiß was sie oder ihn hier erwartet. Ein kompaktes Buch, welches mehr offenbahrt, als man auf dem ersten Blick denkt, aber nicht das Denken abnimmt. Das muss man immer noch selber übernehmen. In einer guten Göttinnenbibliothek darf das Buch nicht fehlen. Und auch sonst lässt es bei mir keine Wünsche offen. Ich kann es nur empfehlen und tue es hiermit auch.

Weitere Informationen:

FAQ: Zum Blog Sonntag, Aug 2 2009 

Hallo und herzlich willkommen bei der Bibliotheskatze. Da ich viele Medien einfach toll finde und da keinen Unterschied mache, was ich nun genau mag und was nicht, dachte ich mir, mache ich ein Blog zu genau diesem Thema und rupfe in Rezensionsmanier eben alles auseinander.

Das bedeutet, hier findet ihr nicht nur Rezensionen zu Bücher, vielleicht nocht Tarotkarten oder Orakelkarten. Nein, hier werden noch Serien, Filme, Musik und vieles mehr auseinander genommen und betrachtet.

Dabei werde ich vor allem auf interaktive Beispielmaterialien setzen wie Videos von divesen Videoplattformen und ähnliches. Aber ich sage mal, lasst euch überraschen, mehr als genauso wie die anderen Sachen kann es ja nicht werden 🙂

Viel Spaß also.