- Broschiert: 200 Seiten
- Verlag: Sieben Verlag; Auflage: 1. (21. Januar 2010)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3940235903
- ISBN-13: 978-3940235909
Wer kein Exposé schreiben kann, soll sich nicht an einem Roman versuchen.
So oder so ähnlich habe ich schon diverse Sprüche von RezensentInnen gelesen, die der Meinung waren, sich entsprechend negativ über die Wünsche zu äußern, dass man doch gerne mal ein Exposé lesen möchte. Vor allem, wie soll es aufgebaut sein, was soll es beinhalten und so weiter.
Hans Peter Roentgen war so freundlich und hat ein Buch zu genau diesem Thema geschrieben. Denn viele können einen tollen Roman schreiben, wissen aber nichts über die Formalia eines Exposés. Da könnte man auch sagen, nur weil ich keine Bewerbungen schreiben kann, kann ich auch nicht arbeiten. Natürlich völliger Blödsinn.
Der Autor stellt einige Exposés vor und erklärt danach was man hätte besser machen können und auch, was gut war (er mosert gerne, was er auch zugibt, lobt aber auch da, wo ein Lob angebracht ist). Desweiteren gibt er Übungen, wie man selber ein Exposé schreiben kann. Weiter stellt er eine Liste zusammen, wie eine komplette Mappe für eine Agentur oder ein Verlag aussehen kann/sollte. Hat einigen Agenturen eine Frageliste zukommen lassen, worauf es bei ihnen ankommt und hat einige Erstexposés von AutorInnen vorgestellt, welche danach ihr Erstlingswerk dadurch veröffentlichen konnten (wo er natürlich auch Beispiele abgegeben hat, was man hätte besser machen können, der Autor ist in dieser Hinsicht unverbesserlich, wozu er auch steht ^^).
Alles in allem ist das Buch sehr empfehlenswert. Denn es erklärt nicht nur, so schreibst du ein Exposé, welche die Agentur oder den Verlag umhauen kann (nicht muss). Sondern er gibt auch Ratschläge, wie man mit Hilfe des Exposés auch den Plot er- bzw. überarbeiten kann.
Es gab jedoch einige Schlampigkeitsfehler im Buch, welche den Genuss, leicht geschmählert haben: Wortwiederholungen (auf der einen Seite ein Wort und auf der nächsten Seite das gleiche Wort noch einmal), Falsche Formatierung der Überschriften (die Überschrift am Ende einer Seite und auf der nächsten Seite geht es mit dem Text los) oder auch leicht falscher Satzbau (ein kompletter Satz wurde geschrieben, ein Link eingefügt und dann ein Wort hintenangeschoben, der im fertigen Satz enthalten sind). Und das waren die größten Auffälligkeiten.
Ansonsten kann ich das Buch nur empfehlen. Es ist gut zu lesen, gibt wertvolle Tips und Übungen und vor allem, es ist auch mit dem kleinen Geldbeutel bezahlbar. Her mit weiteren solchen Büchern (und ich habe hier schon das Buch “Vier Seiten für ein Halleluja vom Autor).