- Broschiert: 128 Seiten
- Verlag: Rauch
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3792000504
- ISBN-13: 978-3792000502
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Der kleine Prinz (im Original: Le Petit Prince) ist von dem Autor Antoine de Saint-Exupéry und ich glaube, zumindest vom Titel her dürfte dieser so gut wie allen zumindest ein Begriff sein. Zwar wird es offiziell als Kinderbuch eingeordnet, aber auch als Erwachsene konnte ich damit sehr viel anfangen.
Zum Inhalt: Der Ich-Erzähler beginnt mit einer Episode aus seiner Kindheit, wo er versuchte eine Schlange mit einem Elefanten zu zeichnen und alle schlichtweg falsch bezeichneten. Dadurch gab der Erzähler im jungen Alter von sechs Jahren schon auf sich weiter künstlerisch zu betätigen und gab sich eben der “normalen” Welt hin. Diese Episode ist insofern wichtig, da der Ich-Erzähler im weiteren Verlauf seine wenig ausgeprägten Zeichnerischen Fähigkeiten nutzen und zeichnen soll.
Denn als dieser in der Wüste abstürzte und nur noch Wasser für acht Tage hat, machte er sich daran sein Flugzeug zu reparieren, wird aber von einem kleinen Jungen, eben dem Prinzen dabei gestört, der ihn bittet ihm ein Schaf zu zeichnen, damit er es auf seinen Heimatplaneten mitnehmen kann.
Das ist der Auftakt zu einer Reise durch das All, hinüber zu den verschiedensten Menschen bis in den eigenen Seelenbrunnen. Denn während der Ich-Erzähler versucht etwas über den kleinen Prinzen zu erfahren, erfährt er mehr über sich und die anderen Menschen und am Ende auch alles über den kleinen Prinzen, woher er kommt und warum er seinen Planeten verlassen hat.
Am Ende verlässt er den Ich-Erzähler und kehrt nach Hause zurück.
Der Bechdal Test:
- Spielen mindestens zwei Frauen mit?: Wenn wir von der Blume auf dem Heimatplaneten ausgehen und von der sprechenden Schlagen, die man frecherweise als weiblich einstufen könnte, kann man sagen Ja. Ansonten nein!
- Reden sie miteinander?: Definitiv Nein. Die Blume ist auf dem Planeten des kleinen Prinzen und die Schlange auf der Erde. Dementsprechend treffen sie sich nicht ein einziges Mal.
- Reden Sie über etwas anderes als über Männer?: Die Blume spricht in erster Linie über sich und die Schlange mit dem Prinzen. In dem Sinne kann man sagen, sie reden über etwas anderes als über Männer.
Meine Meinung:
Ich hatte schon öfters von dem kleinen Prinzen gehört und immer wieder mitbekommen, dass manche ihn auch schon leicht philosophisch betrachten. Daher habe ich schon seit längerem beschlossen mit das kleine Büchlein zu besorgen und es zu lesen.
Da es sehr dünn und mit vielen Zeichnungen des Autors gespickt sind, ist es leicht und schnell zu lesen. An einem Abend kann man es sich schon mit dem Buch gemütlich machen. Aber in meinen Augen ist es mit einem einmaligen Lesen definitiv nicht getan. Letztendlich wird hier nicht nur eine Geschichte von einem abgestürzten Piloten und einem reisenden kleinen Prinzen erzählt, hier werden die Menschen, die uns tagtäglich begegnen genauer unter die Lupe genommen.
So trifft der kleine Prinz auf einen König, einem Geschäftsmann, einem Trinker, einen Laternenanzünder und einen Eitlen und entlarvt im Grunde genommen viele Menschentypen. Und ich habe sogar das Gefühl, dass, lässt man sich auf den kleinen Prinzen ein, dass man sogar etwas in sich entdeckt, was die Großen in uns verschütt gehen ließen.
Alles in allem kann ich dieses Buch nur empfehlen und ich denke mal, es wird auf meiner jährlichen Leseliste stehen.